Vermögen

Welche Vermögensfreibeträge gibt es?

Volljährigen, hilfebedürftigen Empfängern von Arbeitslosengeld II und deren Partnern steht ein Vermögensfreibetrag von 150 Euro pro vollendetem Lebensjahr zu (mindestens 3.100 Euro und höchstens 9.750 Euro). Auch jedem leistungsberechtigten minderjährigen Kind steht ein Freibetrag in Höhe von 3.100 Euro zu. Zudem hat jedes Mitglied der Bedarfsgemeinschaft einen Freibetrag von 750 Euro für notwendige Anschaffungen zur Verfügung.

Unter bestimmten Voraussetzungen steht Ihnen und Ihrem Partner z. B. für Ihre Altersvorsorge ein höherer Freibetrag zu.

Müssen meine Kinder ihre Sparbücher auflösen?

Minderjährige Kinder, die über Einkommen oder Vermögen verfügen, müssen dieses einsetzen - somit auch ihr Sparguthaben. Allerdings gilt dies nur für ihren eigenen Lebensunterhalt und oberhalb der Freigrenze von 3.100 Euro. Hinzu kommt noch der Freibetrag für notwendige Anschaffungen in Höhe von 750 Euro.

Muss ich mein Haus/meine Eigentumswohnung verkaufen?

Die Prüfung, ob ein selbst bewohntes Haus (oder Eigentumswohnung) angemessen ist, ist bis zu einer Wohnfläche von 130 qm nicht erforderlich. Bei größeren Immobilien ist die Verwertung vorrangig durch Verkauf oder Beleihung zu verlangen.

Was zählt alles zu meinem "Vermögen"?

Grundsätzlich muss vorhandenes Vermögen für den eigenen Lebensunterhalt verwendet werden, bevor Arbeitslosengeld II beansprucht werden kann. Dabei gilt zunächst der Grundsatz, dass alle verwertbaren Vermögensgegenstände zu berücksichtigen sind. Zum Vermögen zählen somit beispielsweise: Autos, Immobilien, Bankguthaben, Bargeld, Schecks, Wertpapiere, Aktien, Fonds-Anteile, Sparbriefe und Bausparverträge. Ein Teil davon ist jedoch geschützt, d. h. es wird nicht als Vermögen berücksichtigt. Dazu gehört zum Beispiel: angemessener Hausrat, ein angemessenes Auto, Wohnen im eigenen angemessenen Haus oder der eigenen angemessenen Wohnung.

Sofern Sie oder Ihr Partner von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind, wird das nachweislich für die Alterssicherung bestimmte Vermögen nicht berücksichtigt. Es muss jedoch unmissverständlich erkennbar sein, dass dieses Vermögen für die Alterssicherung bestimmt ist. Bei der Bewertung des Vermögens stehen Ihnen bestimmte Freibeträge zu.

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